Ein Gang durch die Kirche

Man betritt die Kirche durch den Westeingang und gelangt in einen abgeteilten Vorraum unter der Orgelempore. Dort befindet sich das älteste Iventarstück, ein Taufstein aus der Zeit um 1200. An der Nordwand steht eine im Inneren der Krche freigelegte Grabplatte aus dem Jahre 1656. Weiter gelangt man dann in den Kirchenrraum, eine 10 Meter hohe Halle mit einer flachen, bereits 1776 farbig bemalten Balkendecke, von dicken Eichenbalken getragen. Das jetzige lebhafte Muster wurde 1913 von dem besonders als Glasmaler bekannten Georg K. Rohde entworfen und von dem Kunstmaler Sextro ausgeführt.

 

 

Nach einem Brand durch Blitzschlag im Jahre 1630 wurde das Innere der Kirche so gestaltet, wie es sich heute zeigt.So stammen zum Beispiel die Orgelempore, das Gestühl und die Kanzel aus jener Zeit.

 

Die Kanzel ist aus Eichenholz geschnitzt und wird von einer sit­zenden Mosesfigur getragen. Die hebräisch beschriebenen Ge­setzestafeln besagen: „Das Evangelium des Neuen Testaments erfüllt die Botschaft des Alten". Die Kanzel ist ein Geschenk des Grafen Anton Günther aus Oldenburg, der oft im Schloss Neu­enburg weilte und von dort aus die Gottesdienste in Bockkorn besuchte.

Das Taufbecken ist ebenfalls aus Eichernholz geschnitzt und so alt wie die Kanzel. Die Figuren an den Seiten stellen de Symbole christlichen Verhaltens dar: Glaube, selbstlose Liebe, Aufrichtigkeit, Geduld, Hoffnung und Tapferkeit. Dieser sechseckige Taufschalenträger wurde 1661 von Onno Dircksen gearbeitet, einem ehemaligen Gesellen von Ludwig Münstermann.

                 

Das Ölgemälde an der Nordwand „Christus am Kreuz" wurde 1817 für 100 Taler Gold in Münster gekauft. Es stammt von Thomas Willeboirts Bosschaert (1613 -­1654), Meister der Antwerpener Gilde. Es diente bis 1965 und auch später noch einmal als Altarbild.

 

An der Südwand hängt das Epitaph des „Neuenburger Zwerges", der 1693 im Alter von 28 Jahren starb und hier in der Kirche beigesetzt wurde.

Der schöne Kirchenstuhl links vom Altar stammt aus dem Jahr 1740 ("Hemkenstuhl") und hat dem Kaufmann Hemken, dem Besitzer des alten Hauses mi dem prächtigen Südportal gegenüber der Kirche gehört.

An der Ostwand der Kirhe wurde eine dekorativ bemalteTür mit dem Datum "Anno 1711" angebracht, die früher ene Mauernische verschloss. Hinter der anderen, schmiedeeisernen Tür (links vom Altar) befindet sich jetzt as Abendmahlsgerät (1703-1818)

 

Das große spitzbogige Ostfenster wurde 1968 nach einem Entwurf von Heinz Li­lienthal, Bremen, verglast.

 

  Fotos: Dr.H.Eismann (2+3) und Dr.J.Hensel (1+4)

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