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Andachtstext vom Sonntag 05. April 2020


Bleiben sie zu Hause! – diese Aufforderung kommt  uns von überall her entgegen.  Und seit zwei Wochen kommt noch das Kontaktverbot hinzu. – Wer hätte sich das jemals vorstellen können, dass wir Freiheitsliebenden und auch Freiheitsverwöhnten einmal so in der Gestaltung unseres Lebens beschränkt werden. Sich mit Freunden treffen, eine Ausflug machen, durch Geschäfte bummeln, ein Restaurantbesuch, Kino, Theater, Konzerte, Sportveranstaltungen – all das, ist zur Zeit nicht möglich. Selbst beim Einkaufen notwendiger Lebensmittel werden wir inzwischen gedrängt. Halten Sie sich nicht auf, erledigen Sie ihren Einkauf zügig.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht: Es ist eine ganz eigenartige Situation. Einerseits vermisse ich natürlich das „alte Leben“ und ganz besonders die persönlichen Kontakte. Aber ich weiß, dass wird wieder kommen, wenn auch anders.
Andererseits genieße ich die Ruhe und die Entschleunigung, die sich einstellt. Ich spüre  mehr und mehr, worauf es in unserem Leben ankommt, was wirklich wichtig ist. Und ich muss konstatieren: es geht mir doch wirklich gut – trotz der vielen Einschränkungen.
Ich habe mit einem Freund telefoniert. Er ist Erwachsenenbildner und selbstständig.  Von heute auf morgen sind ihm seine Einnahmen komplett weggebrochen. Er ist einer von denen, die sich gerade große Sorgen machen und  die diese Zeit in eine große existenzielle Not stürzt.
Ich denke in diesen Tagen viel an ein Wort aus dem Psalm 36. Im Jahr 2018 hat es uns als Losung durch das Jahr begleitet. Es lautet:
Bei dir, Gott,  ist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht.
Der Psalm 36 ist ein großes Loblied auf Gottes Gnade. Bei ihm kann man Zuflucht suchen und auch finden. Der Beter dieses Psalmes schildert, wie gut es ihm bei Gott ergangen ist. Und ich bin sicher, dass auch er in seinem Leben mancher Herausforderung begegnen musste. Zwei schöne Bilder hat er ausgewählt: Wie klares Wasser, das aus dem Boden strömt, erfrischend und lebensnotwendig, und wie helles Licht, das Licht der Sonne, die wärmt und belebt, so ist Gott, sagt er.
Mir hilft es, gerade in dieser Zeit der Ungewissheit auf Gottes lebensspendende Kraft zu vertrauen. Das schenkt mir Freiheit, eine große innere Freiheit und Gelassenheit.
Gottvertrauen ändert nicht die äußere Not – aber es schenkt Kraft für den Weg durch die Not und lässt uns schauen, auf das was wirklich wichtig ist:
Zusammenhalten und füreinander da sein!
Bleiben sie gesund und behütet!

 

Von Dietrich Bonhoeffer
 
Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
so viel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

Amen.

Ihre Pastorin Ute Ermerling

 

Alle eure Sorge werft auf ihn - 02.04.2020

Von und mit Pastorin Natascha Hillje-von Bothmer

 

Andachtstext vom Sonntag 29. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

 

schon zwei Wochen leben wir nun in dieser Ausnahmesituation durch das Coronavirus. Ich weiß nicht, wie es Ihnen und Euch geht, aber manchmal erscheint mir das alles noch so unwirklich. Draußen spüren wir, wie es wieder Frühling wird und neues Leben in der Natur erwacht – und gleichzeitig ist in diesem Jahr alles ganz anders.  

 

Geraten wir in Krisen, dann ändert sich unser Leben. Sich abzulenken, das funktioniert nur bedingt, denn die Sorge im Inneren, die geht mit. Und gerade in diesen Tagen spüren viele, dass die Sorge sich breit macht: Die Sorge, dass ein lieber Mensch oder man selbst sich schwerer infiziert. Die Sorge darüber, wie es beruflich weitergeht und ob es überhaupt weitergehen kann. Das Gefühl, isoliert zu sein und auf der anderen Seite vielleicht auch die Last, sich nicht aus dem Weg gehen zu können.

 

Egal, wie das Bedrückende und Beunruhigende aussieht, es ist erst einmal für den, der es aushalten oder bewältigen muss, wie ein unüberwindbarer Berg. Und dann ist es gut, wenn da jemand ist, der uns zeigt, dass wir mit all dem nicht allein sind.

 

Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Thessaloniki: „Tröstet euch untereinander und einer baue den anderen auf, wie ihr auch tut.“ (1. Thess 5, 11)

 

Und dann entdecke ich sie, die vielen mutmachenden kleinen Gesten, die so viel bedeuten: Schülerinnen und Schüler und auch andere Gruppen, die sich anbieten, um Einkäufe für ältere Mitbürger zu erledigen. Verkäuferinnen, die mit viel Gelassenheit und Freundlichkeit die neuen Bestimmungen erklären, obwohl sie selbst unter großer Belastung stehen. Die Enkelin, die mit Straßenkreide auf dem Weg vor dem Pflegeheim den Gruß schreibt „Wir haben dich lieb, Oma“. Die vielen Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern, Heimen oder Pflegediensten, und die Ärztinnen und Ärzte: sie alle müssen in dieser Zeit unglaubliches leisten. Oder da sind liebe Wünsche, die uns per Telefon, per Mail oder vielleicht sogar durch einen handgeschriebenen Gruß erreichen. Und immer wieder sehe ich Menschen, die viel Phantasie und Kreativität entwickeln, um anderen zur Seite zu stehen.

 

Und auch wenn sich unser Leben grundlegend geändert hat, auch wenn in diesen Zeiten so vieles abgesagt werden muss: Geburtstage, Konfirmationen, Urlaubsreisen – es ist nicht alles abgesagt. In einem Gruß, den ein Freund meinem Mann und mir kürzlich schickte, heißt es:

 

„Sonne ist nicht abgesagt. Frühling ist nicht abgesagt. Beziehungen sind nicht abgesagt. Liebe ist nicht abgesagt. Zuwendung ist nicht abgesagt. Musik ist nicht abgesagt. Phantasie ist nicht abgesagt. Freundlichkeit ist nicht abgesagt. Beten ist nicht abgesagt.“

Und Paulus hätte vielleicht hinzugefügt: Einander trösten und aufbauen ist nicht abgesagt. Gottes Segen ist nicht abgesagt.

 

Ganz herzlich,

Ihre und Eure Annemarie Testa

 

Meine Quelle - 27.03.2020

Von und mit Pastorin Ute Ermerling

 

Andachtstext vom Sonntag 22. März 2020

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,

sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

(2 Tim 1,7)

Liebe Beterinnen und Beter,

„Fürchte dich nicht!“. Dieser Zuspruch findet sich in vielen Geschichten der Bibel. So hört ihn Maria, als ihr der Engel erscheint und ihr verkündigt, dass sie schwanger ist mit Gottes Sohn. Den Hirten auf dem Feld erklingt er ebenso wie den Frauen am Grab, als sie Jesus nicht vorfinden, weil er längst auferstanden ist. „Fürchte dich nicht!“. Diesen Zuspruch haben wir immer wieder nötig. Denn jeder von uns weiß wie es ist, Angst zu haben. Gerade jetzt, in der Krisenzeit. Einerseits versuchen wir, unseren Alltag so normal wie möglich zu gestalten, andererseits brechen andauernd neue Meldungen zum Corona-Virus über uns herein. Wem wird da nicht mulmig zumute?

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Paulus schreibt diese Worte, während er im Gefängnis sitzt. Angesichts seiner Notlage könnte er verzweifelt sein. Stattdessen schreibt einen Brief an Timotheus, einen Mann, der ohne Hoffnung ist. Timotheus hat versucht, das Evangelium unter die Menschen zu bringen, doch keiner will ihm und seinen Worten Glauben schenken. Im Gegenteil, er wird dafür auch noch angefeindet. Im richtigen Augenblick, als er aufgeben will, erreicht ihn der Brief des Paulus. Hab keine Angst! Vertrau auf Gottes Botschaft. Er ist mit dir und mit mir.

Dier Geist der Furcht weht in diesen Tagen und sicher in den nächsten Wochen stark genug. Umso wichtiger, sich hoffnungsvolle Momente  vor Augen zu führen. Wann haben Sie schon mal eine Krise durchgestanden, sind aus einer schwierigen Lage gestärkt hervorgegangen? Bei mir war es vor einigen Monaten die plötzlich über mich hereinbrechende Erkrankung im Herzen. Ich hatte Angst zu sterben. Mein Leben lief teilweise vor meinem inneren Auge an mir vorbei. Dann habe ich angefangen zu beten. Habe Gottes Beistand gesucht. Das hat mich irgendwann ruhiger werden lassen. Ich habe Gott mein Leben bewusst anvertraut und neue Kraft und Hoffnung bekommen. Ich habe gespürt, dass ich in dieser Krise nicht alleine bin. Es geht nicht darum, die Angst einfach unter den Teppich zu kehren, das funktioniert nämlich nicht. Es geht vielmehr darum, ihr Grenzen zu setzen und ihr etwas Positives entgegenzustellen. So können wir die „Angstspirale“ unterbrechen. Das gelingt nicht immer sofort, doch wir haben ja die Zusage Gottes: Er wacht mit seinem guten Geist über uns, er stärkt uns und schenkt uns seine Liebe und Besonnenheit. Kraft Gottes, um aus der Erstarrung in die Bewegung zu kommen. Liebe Gottes, um gemeinschaftlich der Corona-Krise die Stirn zu bieten. Indem wir untereinander vernetzt bleiben und uns gegenseitig Mut zusprechen. Besonnenheit – wir müssen die Lage ernst nehmen, aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Viel besser ist es, einen Schritt zurückzutreten und zu sehen, was wir haben: Die Fähigkeit, Krisen wie diese zu überstehen. Mit Gott im Rücken, der uns einen Teil der Last von den Schultern nimmt. In einem Lied von Mitch Schlüter heißt es: „Sei still, mein Herz, sei still, und vertrau auf deinen Gott. Der dich nach Hause bringt, wenn du verloren bist, dein Ausweg und Notausgang am Ende des Wegs, der dich auf die Schultern nimmt, wenn es nicht weitergeht, wenn dich die Kraft verlässt, auf dem letzten Stück trägt.“ Darauf dürfen wir hoffen. Das dürfen wir einfordern in dieser undurchschaubaren Krisenzeit. Gott wird uns die Furcht nehmen, wenn wir ihn darum bitten.

 

Gott segne Sie und euch!

Pastorin Natascha Hillje-von Bothmer

 

 

Coronavirus

Aufgrund der Coronaviruspandemie schließen sich die Kirchengemeinden der Friesischen Wehde Bockhorn, Neuenburg und Zetel der Empfehlung der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg an, die Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen bis einschließlich 19.4. auszusetzen.

 

Die Kirchengemeinden bedauern es sehr, die Passionszeit und das Osterfest nicht gottesdienstlich begehen zu können.

 

Weiter bitten die Kirchengemeinden um Verständnis, dass in Bezug auf Trauungen und Taufen für die Zeit nach dem 19.4. momentan noch keine weiteren konkreten Angaben gemacht werden können. Die geplanten Konfirmationen finden bis auf weiteres nicht statt. Dort bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Beerdigungen dürfen nur noch im Freien und im allerengsten Familienkreis stattfinden.

 

Die Kirchenbüros in Bockhorn, Neuenburg und Zetel bleiben besetzt, sind aber zu den Öffnungszeiten nur telefonisch erreichbar.

Die Pastorinnen und Pastoren sind in allen seelsorgerlichen Fällen telefonisch ansprechbar.

 

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2.Tim.1,7) Die besondere Situation fordert besondere Maßnahmen, denen wir uns mit Besonnenheit und nicht mit Angst und im Vertrauen auf Gottes Beistand stellen wollen.

 

Kein Gottesdienst

Kein Gottesdienst

Aufgrund der veränderten öffentlichen Empfehlungen zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus wird der Gottesdienst am 15. März und 22. März in Bockhorn, und am 15.März in Grabstede abgesagt. Vermutlich wird diese Regelung bis zum 19.04.2020 verlängert.

 

 

 

Insektenhotel

„Eigentlich sollte hier erst die Blühwiese angesät werden und dann  das Insektenhotel kommen. Aber in diesem Sommer hat es mit der Blühwiese noch nicht geklappt, daher erst einmal das Insektenhotel“ erzählt Gerold Meinen vom Gemeindekirchenrat Bockhorn. Erich Rothenburg, Rolf Wengler und Erwin Fangmann  von der Handwerkergruppe Dorfgemeinschaft Grabstede arbeiteten mehrere Wochen an diesem Hotel, das nun auf dem Friedhof Bockhorn seinen neuen Platz gefunden hat. Aus meist selbst gesammeltem Material wurde diese Nist- und Überwinterungshilfe erstellt. Die „Unterkünfte“ bestehen aus Stämmen, Röhrchen (z.B. aus Reet), Holzstücken und Steinen mit Löchern. Ähnliche Hotels hatten die Handwerker schon in Grabstede errichtet. Dort konnte schon der Einzug mehrere Insektenarten beobachtet werden. Das Insektenhotel ist als eine Überwinterungs- und Nisthilfe für zum Beispiel verschiedene Wespenarten, Marienkäfer, Glühwürmchen oder auch Schmetterlinge gedacht.(Andrea Bartels)

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