AKTUELLE INFOS

Hinweis:
Ältere Videoandachten und Fotos finden sie in der Rubrik
Mediengalerie.

Jahresschlussandacht zu Silvester 2020

Von und mit Pastorin Natascha Hillje-von Bothmer aus der Schlosskapelle Neuenburg.
 

Musik: Gertrud Schedl

(c)2020  Ev.-Luth. Kirchengemeinden der Friesischen Wehde

Einführungsgottesdienst - Langfassung

Gottesdienst zur Einführung von Pfarrerin Natascha Hillje-von Bothmer in der Schlosskapelle zu Neuenburg am 3. Advent 2020.

 

Langfassung ca. 1h 27min. in Full HD.

 

(c) Ev.-Luth. Kirchengemeinden der Friesischen Wehde

Einführungsgottesdienst - Impressionen

Gottesdienst zur Einführung von Pfarrerin Natascha Hillje-von Bothmer in der Schlosskapelle zu Neuenburg am 3. Advent 2020.

 

(c) Ev.-Luth. Kirchengemeinden der Friesischen Wehde

Krüllkuchen zum Fest

Jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit werfen die Vorbereitungen für den „Neeborger Wiehnachtsmarkt“ ihre Schatten voraus. Dieser besondere Weihnachtsmarkt, der seit mehr als 40 Jahren  nur von den ca. 30 Vereinen  und ehrenamtlichen Gruppen des Dorfes Neuenburg veranstaltet wird, findet auf dem Rauchkatengelände und rund um das Neuenburger Schloss statt. In der Rauchkate serviert der Heimatverein, der sich um dieses mehr als vierhundert Jahre altes Ständerhaus mit Reetdach und diversen Nebengebäuden kümmert, Tee und Krüllkuchen. Um dem Ansturm der Gäste gerecht zu werden, bedarf es einer guten Vorbereitung:
Zwei Wochen vor der Veranstaltung treffen sich die Mitglieder des Heimatvereins in der Friesenscheune, um die großen Mengen an Krüllkuchen, die benötigt werden,zu backen. Am Vortag wurde der Teig nach altem Rezept zubereitet, damit die Gewürze wie Cardamom und Anis gut durchziehen können. Vier Milchtanks mit einem Fassungsvermögen von 130-150 Litern werden gereinigt und in die Friesenscheune gebracht. Die Krüllkucheneisen werden hervorgeholt und getestet, ob alles funktioniert und das erforderliche Equipment wie Messbecher, spezielle Drehhölzer, große Holzbretter als Unterlagen und diverse Kabelrollen und Vielfachstecker werden in Kisten und Körbe gepackt.
Nun kann es losgehen:
Eine große Tafel wird aufgebaut, damit alle einander gut sehen können und die Kommunikation klappt. Jeder schließt seine zwei bis drei Backeisen an den Stromkreis an und bereitet seinen Arbeitsplatz vor. Es wird viel gelacht und die Stimmung steigt mit jedem Grog oder Glühwein und mit der Temperatur im Raum.
Unser Bäcker hat fünf Eisen im Halbkreis vorsich aufgebaut und backt und rollt mit bewundernswerter Geduld einenKrüllkuchen nach dem anderen, die sich schon bald zu krossen Türmen auf den kleinen Holztabletts aufbauen, um mit Vorsicht in die großen Tanks eingeschichtet zu werden.
Am Wochenende des dritten Advents werden diese kleinen Köstlichkeiten zusammen mit dem frisch aufgebrühten Tee in der festlich geschmückten Rauchkate serviert. Rund um das lodernde Feuer befinden sich die begehrtesten Sitzplätze, denn dort wird wie vor hundert Jahren der Krüllkuchen in einer alten Krüllkuchenzange über den Flammen gebacken und jeder möchte gern eines dieser besonderen Röllchen probieren.
In diesem Jahr ist alles anders. Der Weihnachtsmarkt muss aufgrund der besonderen Situation zum ersten Mal ausfallen und unsere Adventszeit gestaltet sich vollkommen anders, als wir es gewohnt sind. Das große Backen findet in diesem Jahr bei uns zuhause statt.
Da wir mit unseren Eltern in einem alten Bauernhaus in zwei Wohnungen leben, treffen wir uns in zwei Gruppen:
Zwei Enkeltöchter backen mit Oma und Opa in deren Küche und wir treffen uns mit einer Schwester, um in unserer Wohnung das leckere Weihnachtsgebäck zu produzieren. So zieht der Duft nach Cardamom und Anis in diesen Tagen durch unser Haus und wird uns daran erinnern, dass jede Herausforderung auch eine gute Seite hat und uns diese Stunden eine schöne Erfahrung in dieser außergewöhnliche Zeit bescheren.


Das Krüllkuchenrezept:
250g Kandis in 750ml kochendem Wasser auflösen, während des Abkühlens  200g Butter oder Margarine darin auflösen.
In die kalte Flüssigkeit 500g Mehl(Type 550), 2 Eier und je einen Beutel Cardamom und Anis(ganz oder gemahlen) einrühren und über Nacht ziehen lassen.
Zum Backen benötigt man ein Neujahrskucheneisen, das im Haushaltswarengeschäft erhältlich ist.

 

Elke Osterthun

 

Was brummt denn da?

Insektenhotel gespendet

Der Neuenburger Friedhof ist bekannt für seine Nähe zum Urwald, dem Lebensraum für viele Tiere, Pflanzenarten und Insekten. Neben Blühstreifen und Kleinarealen, auf denen heimische Stauden und Gewächse vielerlei Insekten zum Verweilen einladen, gibt es seit dem 7. November 2020 eine weitere Besonderheit: Am Ende des Hauptweges wurde ein großes Insektenhotel aufgestellt, gebaut von einer Handwerkergruppe der Dorfgemeinschaft Grabstede.

Schon länger war geplant, ein solches Hotel aufstellen zu lassen. Dass es jetzt doch so schnell umgesetzt werden konnte, verdankt die Kirchengemeinde Neuenburg zum einen Jürgen Martens, Friedhofsdienstleister der Kirchengemeinde, sowie Kurt Grimm, Inhaber der gleichnamigen Firma für Tief- und Straßenbau. Er sanierte vor rund zwei Jahren die Wege auf dem Friedhof. Beide haben zu gleichen Teilen eine größere Summe gespendet, damit der Neuenburger Friedhof auch zu einem Ort des Lebens und der Begegnung wird. Hier können nun im Winter zahlreiche Insekten Unterschlupf finden, um im Frühjahr wieder vermehrt ausschwärmen zu können. Zwei kleine Plaketten wurden angebracht, die auf die Spender hinweisen.

 

„Wir sind Herrn Martens und Herrn Grimm sehr dankbar, dass sie dieses Projekt möglich gemacht haben. Unser Friedhof wird immer schöner!“, sagt Pastorin Natascha Hillje-von Bothmer.

 

Sie wies zudem auf die gute und enge Zusammenarbeit mit Herrn Martens und seinen Mitarbeitern hin. Er habe ein Auge auf den Friedhof und es sei zu spüren, dass dieser im genauso am Herzen liege wie dem Gemeindekirchenrat Neuenburg und den anderen Gemeindegliedern. Demnächst werden endlich weitere Bänke aufgestellt, sodass man die Insekten beim Ein- und Ausflug auch im Sitzen beobachten kann.  Spätestens im Frühjahr heißt es dann:

„Was brummt denn da?“
 

(Fotos: Natascha Hillje-von Bothmer)

Ein Pfarramt für drei Gemeinden

Einen Artikel zum Thema finden Sie in der Nordwest Zeitung vom 25.09.2020.

https://www.nwzonline.de/plus-friesland/bockhorn-zetel-neuenburg-kirche-in-der-friesischen-wehde-ein-pfarramt-fuer-drei-gemeinden_a_50,10,166166280.html

 

  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken