AKTUELLE INFOS

Andacht zum Mittwoch, 6. Januar

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde lädt zu einer besonderen Andacht in der Woche ein, nämlich am Mittwoch, 6. Januar 2021 um 19 Uhr  am Epiphaniastag (Tag „Heilige Drei Könige“) in der St. Martins Kirche. Die Andacht feiern wir mit Pastorin Sabine Indorf.

Die noch fehlenden Krippenfiguren von Wilhelm Kunst, die die drei Heiligen Könige bzw. die Weisen aus dem Morgenland darstellen, werden durch den Mittelgang zum Altar getragen und dort aufgestellt. Die Krippe mit allen Krippenfiguren wird noch bis Maria Lichtmess in der Zeteler Kirche zu sehen sein. Zudem wird das Licht von Weihnachten, der Stern von Bethlehem und „der schöne Morgenstern“ thematisch mit vorkommen. Ein Sternenhimmel wird außerdem am Abend in der St. Martins Kirche zu sehen sein. Herzliche Einladung an alle Interessierten.

 

Foto: Sabine Indorf

Predigt für die Christvesper an Heiligabend 2020

„Ein Kind rührt das Herz an“

- Es gilt das gesprochene Wort -


Liebe Gemeinde!
Geht es Ihnen und Euch auch so wie mir?
Wenn ich ein kleines Kind sehe, leuchten meine Augen und mir wird ganz warm ums Herz.
Vergangene Woche zum Beispiel ist es mir so ergangen als hier in der St. Martins Kirche unser Tannenbaum aufgestellt wurde.
Der vierjährige Junge unserer Mitarbeiterin war mit dabei. Ihn habe ich im Kirchenbüro schon als Baby auf dem Arm gehalten, habe ihn hier in der St. Martins Kirche getauft. Damals war ich schon ganz begeistert von diesem tollen Burschen und habe unserer Mitarbeiterin sehr oft gesagt: Bring´ doch Lev mit! Und als er letzte Woche dann die Christbaumkugeln wieder aufhängen wollte und fragte, ob für ihn hier in der Kirche wieder ein Geschenk sei, ja, da wurde mir ganz warm ums Herz und ich bin mir sicher: Kinder sind ein großes Geschenk!
Ich denke, so empfinden es viele Menschen.
Ein Kind bewegt die Herzen – schon bevor es geboren wurde. Da gibt es die Zeit der Erwartung, der Vorfreude, aber auch der Sorge um das noch nicht geborene Kind und um seine Zukunft.
Was wird aus diesem Kind einmal werden?
In was für eine Welt wird es hinein geboren?
Wird es gesund sein?
Wird es seinen Weg machen?
Ein Kind rührt die Herzen an!
Wer kann schon diesem Wunder, den großen Knopfaugen und diesem kleinen hilflosem Wesen widerstehen?
Seit Mitte Oktober bekommen wir das in unserer Kirchengemeinde in besonderer Weise mit und dürfen am doppelten Glück teilhaben.
Unsere Gemeindekirchenrätin Michaela Steinker hat Zwillinge bekommen und Mia Sophie und Lea Marie sind, als sie gerade mal zwei Wochen alt waren, schon hier in der St. Martins Kirche gewesen, waren schon im neuen St. Martins Haus als Mama Michaela die Pläne und Platzkarten für die Gottesdienste an Heiligabend vorbereitet hat und sie haben auch schon die Nachbarkirchengemeinde in Neuenburg besucht.
Besonders bei Neugeborenen und Säuglingen, wenn sie noch so winzig sind, ist es doch, dass man ihnen stundenlang zuschauen könnte und jede Regung und jedes Glucksen mit Freude wahrgenommen wird.


Von der Geburt eines Kindes ist auch heute an Heiligabend die Rede.
Und ohne Zweifel können wir sagen:
Dieses Kind in der Krippe bewegt die Herzen.

Dieses Kind in der Krippe berührt die Herzen.
Und es bringt die Liebe Gottes in die Welt.
Und das seit mehr als 2000 Jahren.
Und das auch heute in besonderer Weise:
Das Kind, von dem die Rede ist, ist der seit Jahrhunderten verheißene und erwartete Messias, der Gesalbte Gottes.
Das Kind Jesus ist das Kind der Maria, dieser jungen Frau und des Zimmermanns Josef.
Und zugleich ist Jesus Gottes Sohn.
In keiner heimeligen Atmosphäre, sondern in einer armseligen ist das Kind Jesus zur Welt gekommen. In einem Stall in der Krippe in Bethlehem.
Trotzdem ist die Erwartung an dieses Kind groß!


Die Propheten sagen von ihm:
Er ist der Immanuel, das heißt Gott mit uns.
Jesaja nennt im 9. Kapitel gleich mehrere Ehrentitel:
„und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
Weiter heißt es von ihm im 11. Kapitel:
„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“ (Jesaja 11, 1-2)
Schon vor seiner Geburt ist der Weg, den dieses Kind nehmen soll, vorherbestimmt.
Schon vor seiner Geburt wird er als der erkannt, der er ist, der Herr.
Das sich in seiner Ohnmacht Gottes Macht zeigt, das erfahren wir, wenn wir seine Lebensgeschichte verfolgen und wissen, was er auf Erden für die Menschen getan hat, wie er menschlich, mitfühlend und barmherzig gehandelt hat.
Alle, die das neugeborene Kind sehen, wissen und erkennen in ihm sein Geheimnis.
Seiner Mutter Maria wird vom Engel Gabriel gesagt, wie sein Name lauten soll: Sein Name ist Jesus, das heißt Gott ist unser Retter. Er ist der Heiland, der den Seelen Heilung bringen soll.
Das Kind in der Krippe, es rührt auch heute unsere Herzen an, weil es Licht in das Dunkel der Welt bringt. Weil es uns Hoffnung schenkt.
Und genau das ist es doch, was wir gegenwärtig so dringend brauchen: Das Licht, das unsere Dunkelheit, die Traurigkeit, die Angst und Sorgen um die Zukunft, die Einsamkeit vertreibt.
Und das Kind, das uns Hoffnung schenkt.
Liebe Gemeinde,
Gott wird Mensch.
In dem Kind Jesus kommt er zur Welt, um uns ganz nah zu sein. Was ist das für eine Botschaft, wo wir doch auf Abstand hier sitzen und keinen in den Arm nehmen können: Gott will uns ganz nahe sein!
Bewegen wir wie Maria die frohe Botschaft in unseren Herzen. Lassen wir uns anrühren von dem Kind in der Krippe, dem Gesalbten, dem Heiland und Retter der Welt. Amen.

 

Pastorin Sabine Indorf

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Zetel

 

Fotos: Sabine Indorf

Impressionen des Verabschiedungsgottesdienst

Impressionen des Verabschiedungsgottesdienst von Pfarrer Michael Trippner vom 31. 0ktober 2020 in der St.-Martins-Kirche in Zetel.

 

Länge: ca 20 Minuten

 

 

Verabschiedungsgottesdienst von M. Trippner

Verabschiedungsgottesdienst von Pfarrer Michael Trippner vom 31. 0ktober 2020 in der St.-Martins-Kirche in Zetel. Lange Version.

 

Länge: ca. 55 Minuten

 

 

Verabschiedungsgottesdienst von Michael Trippner

Liebe Gemeindeglieder!

 

Mit der folgenden Fotostrecke und einem kleinen Video wollen wir an dieser Stelle einige Eindrücke vom Gottesdienst zum Reformationsfest mit der Verabschiedung von Pfarrer Michael Trippner wiedergeben.

Leider konnte der Gottesdienst nicht wie vorab angekündigt in Gänze gefilmt werden, da einen Tag zuvor die Absage kam (Der Filmemacher war in Quarantäne geschickt worden! – Es sind schon besondere Zeiten!).

Rund 80 geladene Gäste erlebten einen festlichen und bewegenden Gottesdienst. Kreispfarrer Christian Scheuer nahm die Entpflichtung vor. Über die vielen lieben Worte, Geschenke, Andenken und Überraschungen hat sich Pfarrer Michael Trippner sehr gefreut und sie taten ihm, wie er sagte, richtig gut. Sie sollten ihn stärken und ermutigen für die kommenden Jahre in der Kirchengemeinde Oldenburg.

Viel Dankbarkeit und Verbundenheit, aber auch Wehmut war an diesem Tag zu spüren. Als besonderes Geschenk standen nach dem Gottesdienst und den anschließenden Grußworten viele Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zetel vor der St. Martins Kirche Spalier und Familie Trippner fuhr im großen Feuerwehrwagen noch einmal durch den Pfarrbezirk I.

Mit allen Ehren wurde so Pfarrer Michael Trippner nach dreizehn Jahren Dienst in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Zetel verabschiedet.

Noch bis Ende des Jahres bleibt er im neuen Pfarrhaus wohnen. Im Neuen Jahr wird er dann mit seiner Familie nach Oldenburg umziehen.

Wir wünschen ihm und seiner Familie alles erdenkliche Gute, Gottes reichen Segen, ein gutes Ankommen in Oldenburg und viel Kraft für die neuen Aufgaben!

 

  Pastorin Sabine Indorf

 


Verabschiedungsrede von Detlef Kant (Stellvertr. Vorsitzender)

 

Lieber Michael!

Kommen und Gehen bestimmen unser Leben!

Abschied ist immer eine ernste Angelegenheit. Abschied schmerzt, auch wenn für dich schon etwas Neues begonnen hat.
13 Jahre bist du mit Leib und Seele Pfarrer in Zetel gewesen. Viel Zeit hast du investiert und viel Einsatz gezeigt. Deine Gemeinde und der Gemeindekirchenrat wissen um deine Leistungen, daher fällt der Abschied uns besonders schwer.

Lieber Michael,
im Jahr 2007 hast du deine Tätigkeit als Pfarrer in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Zetel aufgenommen. Heute, bei deinem Abschied bis du der Dienstälteste Pfarrer in der Friesischen Wehde. Ich kann mich noch an die Sitzung des Gemeindekirchenrates im Juli erinnern, anderen Ende du gesagt hast, das wäre deine letzte Gemeindekirchenratssitzung bei uns gewesen. Ich habe mich darüber erschrocken – so schnell war es vorbei.
Als Pfarrer im Probedienst hast du hier angefangen. Es muss dir aber hier gefallen haben, denn du bist nach deiner Ordination geblieben.

In den vergangenen Jahren hast du zahlreiche Menschen an wichtigen Stellen ihres Lebens begleitet. Du hast Kinder und Jugendliche getauft, junge Gemeindeglieder zur Konfirmation geführt, du hast Paare getraut und Verstorbene beerdigt und Angehörigen beigestanden. Dabei bist du immer auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingegangen und hast deren Wünsche, soweit irgendwie vertretbar, berücksichtigt. Viele haben dich als Seelsorger im wahrsten Sinne des Wortes kennen und schätzen gelernt.

In deinem Dienst als Pastor hast du unzählige Gespräche mit den Menschen aus unserer Gemeinde geführt, hast ihnen zugehört, warst für sie da. Du warst für viele ein Pastor zum Anfassen, nahbar und ansprechbar, einer, der zuhören konnte.
Das hat dir große Sympathien eingebracht und die Zeteler wissen, was sie an dir hatten.

Der sonntägliche Gottesdienst war dir immer sehr wichtig. Dort hast du, wie überall, den Kontakt mit den Menschen gesucht. Die Gottesdienste zum Zeteler Markt waren immer etwas Besonderes und oftmals ein echter Hingucker - denken wir nur an den Autoscooter auf der Bühne im vorletzten Jahr.

Du bist in Zetel und in der Friesischen Wehde über all die Jahre sehr präsent gewesen und bist den Menschen im Gedächtnis geblieben.
Hierzu haben viele Besuche in den Häusern zu Geburtstagen und Ehejubiläen dazu gehört. Sie  waren dir immer sehr wichtig. Bei öffentlichen Anlässen, seien es Einweihungen, Feiern, Neubürgerempfänge oder auch Neujahrsempfänge warst du oftmals zusammen mit deiner Kollegin immer mit dabei.So hast du an vielen Stellen die Kirche vertreten, ja der Kirche ein Gesicht gegeben.

Dein Name wird mit der Notfallseelsorge und der Kinderkirche, die du wieder mit Leben erfüllt und aufgebaut hast, - wir hörten bereits davon – verbunden bleiben. Hier hinterlässt du eine große Lücke.

Du hast deinen Beruf, wenn man ihn denn überhaupt so nennen kann, immer als Berufung verstanden und mit viel Liebe, Überzeugung und oft wohl auch mit Geduld ausgeübt. Dabei hast du mit deiner offenen Art oft Vertrauen gewonnen.

So ist heute der Tag gekommen, dir im Namen des Gemeindekirchenrates Danke zu sagen. Danke für dein Wirken in unserer Gemeinde, danke für deine Ideen – deine Anstöße - die du in dieser Zeit gegeben hast, Danke, dass du immer für die Gemeinde da warst. Danke für die stets sehr gute und verlässliche Zusammenarbeit.

Bereits während des Interviews, dass wir geführt haben, habe ich gesagt und wiederhole es hier, akzeptieren wir deine Entscheidung, neue Wege zu gehen, lassen dich aber schweren Herzens ziehen. Wir sind aber auch dankbar, dass wir ein gutes Stück des Weges gemeinsam gehen konnten.

Ich habe hier stellvertretend für den gesamten Gemeindekirchenrat gesprochen. Noch viel mehr ließe sich anführen.

Ich hoffe, du blickst mit Freude und Zufriedenheit auf deine Zeit in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Zetel zurück und hoffentlich verlieren wir uns nicht ganz aus den Augen.

Für deine neuen Aufgaben in Oldenburg wünschen wir die viel Freude, eine glückliche Hand, viel Kraft und Gottes Segen.

 

   Detlef Kant

 

 

 

Verabschiedung von Michael Trippner

Foto: Hanna Nowack

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Zetel feiert am kommenden Samstag, Gedenktag der Reformation, 31. Oktober 2020 einen besonderen Gottesdienst um 10 Uhr in der St. Martins Kirche zu Zetel: Nach 13 Jahren segensreichem Wirken verabschieden wir offiziel Pfarrer Michael Trippner, der seit dem 1.09.2020 in Oldenburg als Pfarrer tätig ist.

Leider werden aufgrund der Corona Pandemie nur geladene Gäste am Gottesdienst teilnehmen können.

Die Kirchengemeinde hat jedoch große Anstrengungen unternommen, um den Gemeindegliedern zu ermöglichen, dennoch etwas von der Verabschiedung mitzubekommen: Der Gottesdienst wird etwa eine Woche später als Video auf dieser Homepage (www.kirche-zetel.de) in Gänze anzusehen sein. Delegierte und Vertreter der Gemeinde Zetel, die Pastorinnen der Nachbargemeinden, der Gemeindekirchenrat, Mitarbeiter, Ehrenamtliche, der Gruppen und Kreise, des Diakonischen Werkes Zetel e.V., der Freiw. Feuerwehr Zetel, des Landvolks, der Notfallseelsorge Friesland-Süd, des DLRG, der Polizei werden u.a. mit dabei sein. Kreispfarrer Christian Scheuer wird die „Entpflichtung“ vornehmen. Pastorin Sabine Indorf hat mit weiteren Mitwirkenden den Gottesdienst vorbereitet. Pastor Michael Trippner wird die Predigt halten. Der Gemeindekirchenrat hat sich einige Überraschungen ausgedacht, mit denen er sich für die gemeinsame Zeit mit „seinem Zeteler Pastor“ bedanken und ihn mit guten Wünschen und Gottes Segen verabschieden will.

 

Ein Pfarramt für drei Gemeinden

Einen Artikel zum Thema finden Sie in der Nordwest Zeitung vom 25.09.2020.

https://www.nwzonline.de/plus-friesland/bockhorn-zetel-neuenburg-kirche-in-der-friesischen-wehde-ein-pfarramt-fuer-drei-gemeinden_a_50,10,166166280.html

 

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