Tag des Friedhofs

Die Ev. luth. Kirchengemeinde Zetel lädt am 21. September 2019 in der Zeit von 14:00 – ca. 18:00 Uhr  zum "Tag des Friedhofs" ein.

Friedhofsgärtner und andere auf dem Friedhof tätige Unternehmen machen an diesem Aktionstag mit Ausstellungen auf die gesellschaftliche Bedeutung des Friedhofs und die Formen moderner Trauerkultur aufmerksam. Mitglieder des Friedhofsausschusses werden Führungen über den Friedhof anbieten und stehen für Auskünfte zur Verfügung.

Der Tag des Friedhofs wurde erstmals im Jahr 2001 veranstaltet, initiiert wurde er durch den Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) zusammen mit den bundesweit tätigen Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattern, Floristen, den Städten und Kommunen sowie Religionsgemeinschaften und Vereinen.

Ein Friedhof ist ein Ort, an dem Verstorbene - in den meisten Fällen begleitet von einem religiösen oder weltlichen Ritus - bestattet werden. Friedhöfe sind vor allem dazu bestimmt, den Angehörigen Verstorbener ein ungestörtes Totengedenken in einem Raum zu ermöglichen, der deutlich von dem der Lebenden abgetrennt ist. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle in der religiösen Praxis. In vielen Religionen ist der Friedhof ein heiliger Ort. Im Christentum wird er traditionell vom zuständigen Geistlichen geweiht. Diese kultische Bedeutung des Friedhofs hat eine Vielzahl an Tabus, moralischen Pflichten und Gesetzen hervorgebracht.

Neben der kultisch-rituellen Funktion übernehmen Friedhöfe häufig weitere Aufgaben: So dienen sie in vielen Gesellschaften der öffentlichen Hygiene, da die Beerdigung in öffentlich geregeltem Rahmen und an hierzu vorgesehenen Orten der Ausbreitung von Seuchen und der Belastung des Grundwassers vorbeugt. Auch aus diesem Grund hat sich in Deutschland der Friedhofszwang herausgebildet, der vorschreibt, dass Menschen und deren Asche nur auf Friedhöfen beigesetzt werden dürfen. Aufgrund ihrer kulturell herausragenden Rolle stehen nicht wenige Friedhöfe unter Denkmalschutz und stellen touristische Attraktionen dar. Dies liegt in ihrem kulturgeschichtlichen, architektonischen oder landschaftsarchitektonischen, oft auch künstlerischen Wert begründet, der sich in der Anlage oder einzelnen Grabstellen entfaltet hat.

Städtische Friedhöfe bilden, sofern sie begrünt sind, auch einen Ausgleich zu ihrem verdichteten Umfeld und übernehmen neben Parkanlagen und Alleen wichtige klimatische und ökologische Funktionen. In einigen Fällen stellen sie Sekundärbiotope dar, die auch seltenen Arten ein wichtiges Rückzugsgebiet bieten. Manche Friedhöfe übernehmen Teilfunktionen von Naherholungsgebieten. (Mit Material von: Wikipedia)

 

Der Friedhof an der Bohlenberger Straße

Foto: Hanna Nowack

Auf diesem Friedhof finden sich Wahlgräber und Urnenwahlgräber. Außerdem ist dort das Rasenfeld, eine Möglichkeit von Urnen- und Erdbestattungen mit Sarg in einem Rasenfeld. Es wird nur ein kleiner Gedenkstein in den Rasen zum Andenken an die/den Verstorbene/n eingelassen. Somit entfällt die Pflege an der Grabstelle. Grabschmuck oder die Ablage von Schalen ist hier nicht gestattet.

Foto: Hanna Nowack

Zur Ablage von Blumen und Gestecken wurde in der Mitte des Rasenfeldes ein Denkmal errichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahlgrabstellen werden mit einer oder mehreren Grabstellen für 30 Jahre vergeben. Das Nutzungsrecht kann verlängert werden.

 

 

In einem Wahlgrab dürfen ein Sarg und zwei Urnen beigesetzt werden. In einem Urnengrab dürfen zwei Urnen beigesetzt werden.

Entwicklung der Neugestaltung im Jahr 2016

 

Einweihung der Urnengemeinschaftsanlage 2015

"Wie gut ist es, dass wir Friedhöfe haben! Das sind so wunderbare Orte, die viel erzählen, nachdenklich machen, uns zur Ruhe kommen lassen. Ich gehe gern über Friedhöfe und schaue, wer im Ort gelebt hat." Prof. Dr. theol., Dr. hc. Margot Käßmann

Der Friedhofsausschuss hat am 17. April 2015 die neu errichtete Urnengemeinschaftsanlage auf dem Ev. Friedhof Bohlenberger Straße eingeweiht. Der Posaunenchor Zetel-Neuenburg hat zu diesem Anlass Oster- und Auferstehungslieder gespielt.
Mit der neuen Urnengemeinschaftsanlage ist eine weitere zusätzliche Bestattungsform hinzugekommen. Mit ihr wird zugleich die begonnene neue Friedhofsgestaltung weitergeführt. Es wird auch an dieser Stelle für eine würdevolle Form der Beisetzung gesorgt, die die Veränderungen in der Bestattungskultur berücksichtigt und eine pflegeleichte und dennoch qualitativ hochwertige Grabart darstellt.

Neugestaltung des Friedhofes 2014

(Fotos: Hanna Nowak)
 

 

In der neuen Urnengemeinschaftsanlage (UGA) werden 100 Urnen beigesetzt werden können. Hierzu stehen drei angelegte Felder zur Verfügung, die der Jahreszeit entsprechend bepflanzt werden. Auf drei aus Sandstein bestehenden Denkmälern werden die Platten angebracht werden, auf denen die Namen der Verstorbenen zu lesen sein werden.

(Fotos: S.Indorf)

Es ist eine sehr ansprechende ästhetisch schöne Anlage entstanden. Hierfür wurde ausschließlich hochwertiges und langlebiges Material verwendet. Die Grabmale stammen aus Deutschland und sind garantiert ohne Kinderarbeit gefertigt. Die neue Urnengemeinschaftsanlage bietet den Angehörigen einen Ort des Gedenkens, den man wieder aufsuchen kann. Die umfassende Pflege für die gesamte Laufzeit von 25 Jahren übernimmt die Kirchengemeinde als Friedhofsbetreiber.
 
Die Urnengemeinschaftsanlage wird voraussichtlich im Juli 2015 in Betrieb genommen werden können.

 

  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken