Friedhofsbenutzungssatzung

für den Friedhof an der Bohlenberger Straße und den Kirchhof

der Ev.-luth. Kirchengemeinde Zetel

 

Gem. Art. 16 der Kirchenordnung der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg vom 20. Februar 1950 und § 6 Abs. 1 Friedhofsgesetz (FhG) vom 10. Juni 2017 hat der Gemeindekirchenrat der Ev.-luth. Kirchengemeinde Zetel in seiner Sitzung am 18.02.2020 die folgende Friedhofsbenutzungssatzung beschlossen.

 

§ 1

Geltungsbereich und Friedhofszweck

Diese Friedhofssatzung gilt für den Friedhof an der Bohlenberger Straße und den Kirchhof der Ev.-luth. Kirchengemeinde Zetel. Der Friedhof umfasst zurzeit die Flurstücke 46/2, 46/8 der Flur 14 und die Flurstücke 121/4, 123/1, 125/20, 245/4, 255/1, 256/1, 256/3, 259/1 und 262 der Flur 15, Gemarkung Zetel, zur Größe von 2,82921 ha. Eigentümerin der Flurstücke ist die Ev.-luth. Kirchengemeinde Zetel.

 

§ 2

Grabfelder

(1) Auf dem Kirchhof bestehen Grabfelder für folgende Grabarten:

            a) Wahlgräber für Erdbestattungen

(2) Auf dem Friedhof bestehen Grabfelder für folgende Grabarten:

            a) Wahlgräber für Erdbestattungen (Felder A, B, C, D, E, G, K)

            b) Wahlgräber für Feuerbestattungen (Felder H, I, K)

            c) Gemeinschaftsgrabanlagen für Erdbestattungen (Feld C)

            d) Gemeinschaftsgrabanlagen für Feuerbestattungen (Feld B)

            e) Gräber im Rasenfeld für Erdbestattungen (Felder E, H, I, L)

            f) Gräber im Rasenfeld für Feuerbestattungen (D, I, K)

(3) Für den Friedhof liegt ein Lageplan als Luftbildaufnahme vor. Die Lage der Gräber innerhalb der einzelnen Grabfelder ergibt sich aus der Darstellung im Lageplan.

(4) Gemeinschaftsgrabanlagen nach Abs. 1 sind Anlagen im Sinne von § 25 FhG und umfassen Gemeinschaftsgrabanlagen im Rasenfeld und gärtnerische Gemeinschaftsgrabanlagen jeweils für Reihen-/Wahlgräber. Gärtnerbetreute Gemeinschaftsgrabanlagen werden umfassend gestaltet und dauerhaft gärtnerisch gepflegt.

(5) Weitere Grabarten können durch Beschluss des Gemeindekirchenrates mit Genehmigung des Oberkirchenrates (Art. 27 Abs. 1 Nr. 9 KO) eingerichtet werden.

 

§ 3

Grabmessungen

Das Grabmaß beträgt auf den Grabfeldern:

a) Felder A, B, C, D, E, F, G – im Allgemeinen Grabstätten für  

Erdbestattungen:

Länge: 1,00 m                      Breite: 2,00 m

            b) Felder H,J,K,L:

                Länge: 1,20 m                  Breite: 2,50 m

            c) Kirchhof Westerende

                Länge: 1,05 m                  Breite: 2,30 m

            d) Kindergräber:

                Länge: 1,00 m                  Breite: 1,00 m

            e) Felder H, J, K – Urnengräber:

                Länge: 1,00 m                  Breite: 1,00 m

            f) Feld L – Urnenwahlgräber im Rasenfeld:

               Länge 0,80 m                    Breite: 0,80 m

            g) Feld L – Erdgräber im Rasenfeld:

                Länge: 1,20 m                  Breite: 2,50 m

 

§ 4 Ruhezeiten

Die Ruhezeit beträgt 25 Jahre.

 

§ 5

Dauer der Nutzungsrechte bei Wahlgräbern

Die Nutzungszeit beträgt einheitlich 25 Jahre.

 

§ 6

Gestaltung

Leitbild für die Gestaltung der Grabstätten ist der grüne, blühende Friedhof. Jede Grabstätte ist so zu gestalten, zu unterhalten und an die Umgebung anzupassen, dass die Würde des Friedhofs in seinen einzelnen Teilen sowie in seiner Gesamtanlage gewahrt wird. Bei der Gestaltung der Grabstätten und Grabmale sind die anliegenden Richtlinien zu beachten, die Bestandteil dieser Satzung sind.

 

§ 7

Ruhekammer und Trauerfall

Ruhekammer und Kapelle des Friedhofs stehen entsprechend ihrer Widmung zur Aufnahme des Leichnams vor der Bestattung und für Trauerfeiern zur Verfügung. Für die Nutzung wird eine Gebühr erhoben.

 

§ 8

Übergangsvorschriften

Diese Satzung gilt für alle bestehenden Nutzungsrechte.

 

§ 9

Inkrafttreten

Diese Friedhofssatzung tritt am 01.05.2020 in Kraft.

Mit Inkrafttreten dieser Satzung tritt die Satzung vom 15.04.2015 außer Kraft.

 

Friedhofsgebührensatzung

Nutzung der Gräber auf den Kirchhof der St.-Martins-Kirche und auf dem Friedhof an der Bohlenberger Straße

 

Die Kirchengemeinde ist Trägerin der Friedhöfe an der Bohlenberger Straße und an der St.-Martins-Kirche zu Zetel.

Sie ist bestrebt, die in ihrer Trägerschaft befindlichen Friedhöfe als Orte des Friedens für Lebende und Tote zu gestalten.

 

Der Friedhof an der Bohlenberger Straße

 

Auf diesem Friedhof finden sich Wahlgräber und Urnenwahlgräber. Dort besteht auch die Möglichkeit zur Beisetzung als Urnen- oder Erdbestattung in einem Rasenfeld. Es wird nur ein kleiner Gedenkstein in den Rasen zum Andenken an die/den Verstorbene/n eingelassen. Somit entfällt die Pflege an der Grabstelle. Grabschmuck oder die Ablage von Schalen ist hier nicht gestattet. Zur Ablage von Blumen und Gestecken wurde jeweils in der Mitte beider Rasenfelder ein Denkmal errichtet. Die Nutzungsdauer der Wahlgrabstellen im Rasenfeld kann verlängert werden.

Ähnlich verhält es sich bei der Urnengemeinschaftsanlage. Dort können aber nur Urnen beigesetzt werden. Statt eines Gedenksteins auf dem Grab werden dort die Namen der Verstorbenen an einer gemeinsamen Stele angebracht. Die genaue Lage des Grabes ist nicht erkennbar. Die Pflege der Urnengemeinschaftsanlage wird von der Friedhofsverwaltung veranlasst. Grablagen dürfen nur auf den dafür vorgesehenen Flächen abgelegt werden.

Wahlgrabstellen werden mit einer oder mehreren Grabstellen für 25 Jahre vergeben. Das Nutzungsrecht kann verlängert werden.

 

Der Kirchhof um die St.-Martins-Kirche

 

Auf dem Kirchhof befinden sich ausschließlich Wahlgräber. Die Anzahl der Grabstellen auf dem Kirchhof soll nicht erweitert werden. Die Vergabe einer Grabstelle ist nur möglich, wenn vorab eine solche zurückgegeben wurde. Die Friedhofsverwaltung gibt auf Anfrage Auskunft über freie oder frei werdende Grabstellen.

 

Gestaltung der Gräber

 

Bei der Gestaltung ist stets die Würde des Grabes und des gesamten Friedhofes zu wahren.

Grabstellen müssen innerhalb von sechs Monaten nach der Belegung hergerichtet werden. Die Gestaltung der Gräber unterliegt dem harmonischen Gesamteindruck des Friedhofes, so dass ausgefallene individuelle Gestaltungen unterbleiben müssen.
 

Das Leitbild ist der grüne und blühende Friedhof. Die Grababdeckung aus Stein oder Kies ist deshalb nur als gestalterisches Element gestattet, soweit die Hälfte der Gesamtfläche nicht überschritten wird.

 

Die Umrandung sowie der Grabstein dürfen nicht aus Zement, Blech, Kunststoffen oder anderen nicht-natürlichen Materialien bestehen.

 

Auszug aus der Gebührensatzung

 

Die Kirchengemeinde muss ihre Friedhöfe kostendeckend betreiben. Daher ist die Erhebung von Gebühren unerlässlich. Eine mögliche Erhöhung der Gebühren ist immer eine direkte Folge steigender Kosten.

 

Erwerb von Nutzungsrechten

 

Wahlgrabstätten (Särge), 25 Jahre                          800,00 €

Wahlgrabstätten (Urnen), 25 Jahre                         575,00 €

Wahlgrabstätten für Kinder bis zum vollend.
5. Lj., 25 Jahre                                                             400,00 €

Wahlgrabstätten im Rasenfeld (Särge)

(einschl. Pflege für 25 Jahre)                                  1425,00 €

dto. für Urnen                                                             925,00 €

Reihengräber in Gemeinschaftsgrabanlagen

(Urnen), 25 Jahre                                                      1600,00 €

Reihengräber in Gemeinschaftsgrabanlagen                                   
(Särge), 25 Jahre                                                        4850,00 €

 

Bestattungsgebühren (ohne Kapelle, Aufbahrung, Orgel)

 

Erdgrab (Sarg)                                                               485,00 €

Erdgrab für Kinder bis zum vollendeten 5. Lj.         325,00 €

Urnengrab                                                                      235,00 €

 

Sonstige Gebühren

(werden fällig, wenn die Bestattung nicht auf den Friedhöfen in Zetel erfolgt)

 

Benutzung der Leichenhalle                                        80,00 €

Benutzung der Kapelle                                                 85,00 €

Orgelspiel                                                                        55,00 €

 

                                                                        (Stand 01.07.2020)

 

Abschied und Erinnerung, Trauer und Tod, die Erlösung durch das Kreuz Jesu Christi und die sich darauf begründende Hoffnung auf Auferstehung sollen auf den Friedhöfen einen angemessenen Ort finden.

 

Ihr Gemeindekirchenrat der Evangelisch-Lutherischen
Kirchengemeinde Zetel

 

Haben Sie weitere Fragen?

 

Genauere Informationen erhalten Sie in der Ordnung für die Friedhöfe der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Zetel und der Friedhofsgebührensatzung, die Sie im Kirchenbüro - Westerende 19b, Zetel - erhalten oder im Internet unter www.kirche-zetel.de einsehen können. Im Kirchenbüro werden Sie auf Wunsch auch umfassend beraten.

 

Die Friedhofsverwaltung ist donnerstags von 9.00-11.00 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

 

Sie ist unter der Telefonnummer 0 44 53 – 20 33 zu erreichen.

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